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Fruktose

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Was ist Fruktose?
Zu Deutsch: Fruchtzucker (gehört zu den Kohlenhydraten). Fruchtzucker kommt in natürlicher Form in Obst, Gemüse und Honig vor.
In isolierter Form wird er in industriell gefertigten Lebensmitteln, insbesondere in Fertiggerichten und Limonaden als preisgünstiges Süßungsmittel eingesetzt, Fruchtzucker ist ca. 20% süßer als Rohrzucker. Auch wird Fruchtzucker, da aus Früchten gewonnen, häufig vom Verbraucher irrtümlich als gesünder angesehen.

Es werden 2 Arten von Fruktose Intoleranz unterschieden:

1. Hereditäre (= ererbte, von Geburt an vorhandene) Fruktose Intoleranz
Diese Art ist eine Erkrankung (angeborene Stoffwechselstörung/Enzymdefekt), die nicht heilbar ist, Betroffene müssen sich lebenslang Fruktose frei ernähren, da Fruchtzucker aufgrund des Enzymdefektes nicht verstoffwechselt werden kann.

2. Fruktosemalabsorption (= intestinale Fruktose Intoleranz), diese Störung kann durch Einhaltung eines Diätplanes soweit gestoppt werden, dass die Patienten wieder weitestgehend beschwerdefrei werden.
Ursache dieser Unverträglichkeit ist ein Defekt im Transportsystem des Dünndarms mit der Bezeichnung GLUT5.
In dieser Ausführung geht es nur um Punkt 2. Unter dieser Fruktose Intoleranz leiden in Europa schätzungsweise 30 % der Bevölkerung. Oft bleibt die Fruktose Intoleranz lange unentdeckt. Nachweisen lässt sich die Fruktose Intoleranz wie andere Unverträglichkeiten über den H2 Atemtest.

Wie macht sich Fruktose Intoleranz bemerkbar?

Die Beschwerden gleichen denen anderer Nahrungsmittelunverträglichkeiten, also Völlegefühl, Blähungen, Bauchkrämpfe, Durchfall usw. Auch nicht unerhebliche Folgeschäden können sich einstellen (über den entstehenden Nährstoffmangel)
Infektanfälligkeit, Probleme mit Haut, Haar und Nägeln, Depressionen bis hin zu Schlafstörungen.

Was können Betroffene tun um wieder beschwerdefrei werden?

Empfohlen wird ein 3-Stufenplan:

1. Stufe ist die sog. Karenzphase (Dauer 2 – 4 Wochen): Ernährung soll Fruktose arm und sorbitfrei sein. Sehr ballaststoffreiche Lebensmittel sollten ebenfalls gemieden werden.
2. Stufe ist die sog. Testphase (Dauer ca. 6 Wochen): In dieser Zeit wird ausgetestet, welche Fruktose haltigen Lebensmittel in welchen individuellen Mengen vertragen werden.
3. Stufe: Damit die Patienten auch weiterhin weitestgehend beschwerdefrei bleiben, sollten auch zukünftig Fruktose reduzierte Lebensmittel und Rezepturen, die ausgetestet wurden, zum Einsatz kommen.

Wichtig ist es, auch den Sorbitkonsum (E420) zu beachten:

Sorbit ist ein Zuckeraustauschstoff, der in vielen Fertiggerichten, Limonaden und Kaugummis zum Einsatz kommen. Dieser Stoff blockiert das GLUT 5 System, somit sinkt die Fruktose Intoleranz im Dünndarm nochmals. Also unbedingt weglassen!

Achtung: Sorbit kommt auch von Natur aus in verschiedenen Obst- und Gemüsesorten vor! Hier bei der Auswahl vorsichtig sein.

Traubenzucker verbessert die Aufnahme von Fructose!
So kann auf verschiedene Obstsorten Traubenzucker aufgestreut werden und damit Verträglichkeit erreicht werden (Austesten!) Aber bitte immer nur sehr sparsam einsetzen, zum einen wegen des Blutzuckerspiegels zum anderen wegen der Kalorien!
Am besten vertragen werden Obst/Gemüsesorten, bei den das Verhältnis von Fruktose und Glucose nahezu 1:1 ist.
Wichtig ist auch die Tatsache, dass die Fruktose umso besser vertragen wird, je langsamer diese den Darm passiert. Das bedeutet in der Praxis, dass pures Obst auf nüchternen Magen (z. B. zum Frühstück) in der Regel viel schlechter vertragen wird, als wenn Obst als Nachspeise verzehrt wird.

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