Menü
Verantwortung endet nicht am Kassentisch

Verantwortung endet nicht am Kassentisch

Der Gegner an der Kasse

Ein letzter Blick, die freundliche Dame am Kassentisch übergibt routiniert, mit einer lockeren Handbewegung den Beleg zum Einkauf. Die Waren wandern in die Tasche und der Weg ins Wochenende scheint frei. Diese alltäglichen Szenarien spielen sich in ihrer Einfachheit in zahllosen Stationen des Handels viele tausendmal am Tag ab. Sie spiegeln die Unbekümmertheit eines allzu gewöhnlichen Vorgangs im täglichen Umgang wieder, mit dem wir uns einem unsichtbaren Gegner ausliefern.

Die Bezeichnung Kassenpapier wirkt grotesk

Die Bezeichnung Kassenpapier wirkt grotesk, fast zynisch angesichts der vielen verschiedenen Zusätze, die als Beimengungen der Zellulose zugesetzt werden, um ihre Funktion zu gewährleisten. Thermorollen oder Thermodruckpapier, wie sie in der Fachsprache heißen enthalten Farbstoffe, Bindemittel, Farbentwickler und Stabilisatoren. Das Basispapier dient dabei als Trägerstoff auf dem in verschiedenen Lagen Deck,- Barriere,- und Thermoschichten aufgetragen werden. Diese reagieren beim Erhitzen mit den zugesetzten Farbentwicklern und färben so das Trägerpapier. So entsteht das Druckbild. Leider enthalten diese Farbentwickler oft das höchst umstrittene Bisphenol A (BPA), das schon in geringen Konzentrationen in den Hormonhaushalt von Menschen und Tieren eingreift und so zu langfristigen Schäden am Erbgut führen kann. Schon die bloße Berührung dieses Papiers kann zu einer Aufnahme über die Haut führen.

Trotz bekannten Risiken den Grenzwert erhöht

Trotz der bekannten Risiken erhöhte die europäische Behörde für Lebensmittstellsicherheit 2007 den Grenzwert für die tägliche tolerierbare Aufnahmemenge von Bisphenol A, um das Fünffache.
2008 gab die europäische Kommission in Zusammenarbeit mit eben dieser Behörde einen Bericht zur Risikoeinschätzung heraus. Darin hieß es, dass Produkte die BPA enthalten, sicher seien für Verbraucher und Umwelt. Diese und weitere Fehleinschätzung führen seit Jahren zu einem sorglosen Umgang mit Hormon- wirksamen Plastikgiften in Verpackungen, Kinderspielzeug und auch Thermorollen für Kassen.

Zahlreiche medizinische Studien widerlegen die Bewertungen der Behörden und verweisen auf die erheblichen gesundheitlichen Gefahren im Umgang mit BPA. Schon 2008 wies das wissenschaftliche Team, unter Leitung von Iain Lang, in einer großen Untersuchung die weitreichenden negativen gesundheitlichen Auswirkungen des Umweltgiftes nach.

Deutschland produziert fast 70% der Gesamtmenge in Europa

Währenddessen geht die Produktion dieser Schadstoffe ungehindert weiter. Allein in Europa werden jährlich mehr als 1 Million Tonnen produziert. Deutschland erzeugt als Spitzenreiter fast 70% der Gesamtmenge in Europa. Der weitreichende Einsatz in unzähligen Alltagsgegenständen hat auch in Zukunft eine hohe wirtschaftliche Bedeutung. Die Suche nach neuen Stoffen und Verfahren, die Kunststoffe umweltverträglicher und sicherer machen können, wird allein nur durch den Wandel des Verbraucherverhaltens bewirkt werden. Nur ein bewusster Verzicht dieser Produkte wird in absehbarer Zeit Politik und Industrie zum Umdenken zwingen.

BPA gilt laut Behörden weiterhin als sicher

Mittlerweile hat die europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) den zulässigen Grenzwert für BPA von 50 auf 4 Mikrogramm gesengt. Auch phenolhaltiges Thermopapier soll bis 2020 abgeschafft werden. An der gesundheitlichen Bewertung hat sich auf Behördenebene leider wenig geändert. BPA gilt weiterhin als sicher!

Wir setzen ab sofort ausschließlich auf Ökobon

Das neuartige Ökobon Thermopapier besteht aus einem erstklassigen Basispapier aus nachhaltiger Holzwirtschaft. Ökobon wurde speziell für diese zukunftweisende Art der Thermotechnologie entwickelt.

Die Beschichtung reagiert auf die Hitze des Thermodruckkopfes. Im Unterschied zu bestehenden Thermopapieren enthält sie feine Bläschen, die durch punktuelle Hitzeübertragung des Thermodruckers kollabieren. Durch diese rein physikalische Reaktion wird die darunter liegende, schwarze Schicht sichtbar gemacht und ergibt so das Schriftbild auf der Quittung.

Umweltfreundliche Alternative

  • – 100 % ohne chemische Farbentwickler
  • – UV-beständig und dauerhaft archivierbar
  • – Öl- und wasserresistent
  • – FSC®-Papier aus verantwortungsvoller Waldwirtschaft (FSC®-C106855)
  • – Entsorgung über Altpapierrecycling

Wir freuen uns auf Ihren Besuch

Unsere Partner

Mit diesen und vielen weiteren Partnern arbeiten wir zusammen, um Ihnen Tag für Tag ein Sortiment voller Qualität und Geschmack anbieten zu können.

Kontakt

  • Augsburger Str. 74
  • 86899 Landsberg
  • 08191 - 973 410
Anfahrt

Öffnungszeiten

  • Montag bis Samstag
  • 08:00 Uhr - 20:00 Uhr